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Reflexionen des Präsidenten
Über Wunsch hochrangiger Persönlichkeiten aus verschiedenen Ländern Europas habe ich im Verlaufe des Jahres 2002 die Präsidentschaft der Coudenhove-Kalergi-Stiftung übernommen. Der Österreicher Richard Coudenhove-Kalergi als Begründer der Paneuropa-Bewegung, setzte seine ganze private und berufliche Existenz ein, um die Idee einer europäischen Einigung zu lancieren. Nach seinen Vorstellungen sollte das zukünftige Europa eine politische Struktur aufweisen, um auch weltweit als Führungsmacht legitimiert zu sein.
Zur Stärkung der europäischen Einigungsidee wurde 1978 in Erinnerung an den großen europäischen Visionär die Coudenhove-Kalergi-Stiftung mit Sitz in Genf gegründet. Sie wurde 2008 in die Europa Gesellschaft Coudenhove-Kalergi mit Sitz in Wien umgewandelt.
Nach dem Tod des ersten Stiftungspräsidenten Gérard Bauer, des Vorsitzenden des Verbandes der Schweizer Uhrenindustrie und langjährigen Schweizer Botschafters bei der OECD, habe ich diese ehrenvolle Aufgabe übernommen. Ich wollte damit ein Zeichen des Bekenntnisses zu einer Institution setzen, die den Namen eines Europäers trägt und dessen Denken widerspiegelt.
Seit einiger Zeit wird die von Richard Coudenhove-Kalergi initiierte Publikationsreihe EUROPÄISCHE BRIEFE fortgesetzt. Die Briefe sind auf unserer Homepage abrufbar. Sie werden an die Presse in Europa, an europäische Institutionen und an europäischen Fragen Interessierte versandt.
Mit der Neuherausgabe der Europäischen Briefe soll eine Plattform geschaffen werden, Aktivitäten unserer Gesellschaft zur Stärkung der Europaidee zu verbreiten, Ausschreibungen für wissenschaftliche Arbeiten zu publizieren und ganz allgemein Fragen der europäischen Einigung öffentlich zu diskutieren.
Gleichzeitig sei die Einladung ausgesprochen, der Gesellschaft als Förderer beizutreten und damit das Eintreten und Werben für ein einiges Europa zu unterstützen.
Dr. Alois Mock, österreichischer Vizekanzler und Außenminister a.D.
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